Stress- oder Belastungsinkontinenz

Bei der Stressinkontinenz oder Belastungsinkontinenz handelt es sich um eine Schließmuskelschwäche des Harnblasenverschlusses. Dadurch entsteht im Bauchraum der Betroffenen ein erhöhter Druck, der letztendlich zu einem unwillkürlichen Harnabgang führt. Die Belastungsinkontinenz kommt sehr häufig bei Frauen vor und zwar in jedem Alter.

Auslöser für den spontanen Harnverlust sind alltägliche Situationen wie z.B. husten, lachen, Treppen steigen oder niesen, springen, hüpfen oder etwas Schweres heben und viele weitere körperliche Belastungen.

Bei Frauen hat der Beckenboden die wichtige Aufgabe, den Verschlussmechanismus der Blase zu unterstützen. Eine Schwächung des Beckenbodens kann viele Ursachen haben. Durch eine Schwangerschaft oder eine natürliche Geburt, durch eine Bindegewebsschwäche und durch normale Alterungsprozesse ist die Schwächung der Beckenmuskulatur möglich. Blase und Gebärmutter können sich außerdem im Laufe des Lebens verlagern und auch ein Östrogenmangel in den Wechseljahren, kann bei einer Frau schließlich zu einer Belastungsinkontinenz führen.

Wer unter einer Belastungsinkontinenz leidet hat sehr gute Heilungschancen. Es gibt einige erfolgversprechende Therapiemöglichkeiten, die auch eine Heilung in Aussicht stellen. Wenn konservative Behandlungsmethoden nicht helfen, besteht immer noch die Möglichkeit eines operativen Eingriffs. Liegt allerdings ein neurologischer Hintergrund vor, der zu der Erkrankung führte, gestaltet sich die Behandlung etwas schwieriger.

Es wird zwischen 3 Schweregraden Stressinkontinenz und Belastungsinkontinenz der unterschieden.

  1. Grad: Harnverlust tritt beim Niesen, Husten oder Lachen auf.
  2. Grad: Harnverlust wird durch abrupte, plötzliche Bewegungen (springen, hüpfen) hervorgerufen.
  3. Grad: Auch im Ruhestand und ohne irgendwelche Belastungen kommt es zu einer Harnabgabe.

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